Eine Zusammenfassung
Honig
Dank seiner bakterienhemmenden Wirkstoffe wird der Honig vor allem gegen Entzündungszustände eingesetzt. Bei Mund-, Rachenentzündung, Angina und Mandelentzündung ist Honig einzuspeicheln und im Munde zergehen zu lassen. Der dicke oder am besten der kristallisierte Honig entwickelt an den entzündeten Stellen seine bakterientötenden, eiterziehenden und entzündungshemmenden Kräfte. Deutsche Ärzte haben im 2. Weltkrieg durch wochenlanges Bepinseln der Mandeln, Rachen- und Nasenschleimhäute sogar Diphtheriekranke mit Honig geheilt, als ihnen nichts anderes zur Verfügung stand. Bei Halsentzündung wird ein Teelöffel voll Honig mit Wasser und wenig Essig verdünnt. Man gurgelt damit mehrmals im Tag Hals und Rachen, was die Entzündung zum Abklingen bringt. Wer an Heiserkeit erkrankt ist, versäume nicht, häufig Honigwasser zu trinken, bald klingt die Stimme wieder normal.
Mildes Abführmittel
Honig ist auch ein mildes Abführmittel, dessen Wirksamkeit erhöht wird, wenn man ihn auf Apfelscheiben streicht und mehrmals am Tage einnimmt. Um den Stuhlgang der Kleinkinder zu fördern, wird Haferschleim mit Honig empfohlen. Prof. Koch vom Herzforschungsinstitut in Bad Nauheim schrieb. «Wenn ich ein Rezept zur Herzstärkung zusammenstellen müsste, dann würde ich dem Apotheker 75% Trauben- und Fruchtzucker, Phosphor, Kalzium, Eisen und Fermente vorschreiben - dies ist aber die natürliche Zusammensetzung des reinen Bienenhonigs». Honig wirkt direkt aufs Herz. Für Leute, die an Schwächezuständen leiden, für Kranke, Rekonvaleszente und schwächliche Kinder ist der echte Bienenhonig das natürlichste und wirksamste Kräftigungsmittel. Mit Vorteil sollte aber der Honig roh, nicht mit Butter und Brot eingenommen werden. Er hilft bei Schwäche und Erschöpfung, weil er nach der Einnahme sofort ins Blut übergeht und dann unmittelbar für das Leistungsvermögen zur Verfügung steht. Insbesondere Sportler sollten Honig immer griffbereit haben.
Nach Professor Bunge enthält 1 kg Bienenhonig 11 mg Eisen. Dieser Gehalt charakterisiert ihn als natürliche Arznei bei Blutarmut und Bleichsucht. Eine sehr gute Indikation ist der Honig zur Entgiftung nach Narkosen, auch für die Entgiftung des ganzen Organismus. Honig stärkt das Abwehrsystem des Blutes, besonders bei Allergien. Blütenmischhonige aus der eigenen Umgebung haben sehr gute Wirkung bei Heuschnupfen. Rund 2000 von 22 000 Patienten hat der amerikanische Arzt W.G. Peterson geheilt oder eine Besserung ihres Gesundheitszustandes erzielt, indem er ihnen gegen ihre allergischen Beschwerden Honig zu essen gab, der im Umkreis von etwa 10 km des Patienten-Wohnsitzes geerntet worden war. Auch in der Wundbehandlung leistet Honig wertvolle Dienste. Bei Hautverletzungen, Verbrennungen, Frostbeulen und Geschwüren lindert das Auflegen die Schmerzen und fördert die Wundheilung. Edmund Herold, ein deutscher Pfarrer, Imker und anerkannter Bienenexperte berichtet - «Ich hatte mir den Daumen bis in den halben Nagel angesägt. Statt Jod habe ich Honig aufgelegt und verbunden. Kein Schmerz, keine Entzündung, keine Eiterung - störungslose Heilung.» Honig enthält Inhibine, die antibakterielle Wirkung besitzen. Seit alters her ist bekannt, dass Honig auf Wunden gestrichen, vor allem wenn sie eitern, sehr heilend wirkt. In Salbenform kam der Honig bereits bei Hippokrates im antiken Griechenland zur Anwendung. Der weise Arzt kannte dessen Wert bei Verwundungen und als heilendes Pflaster bei Eiterprozessen und schrieb: «Honig erzeugt Wärme, reinigt Wunden und Geschwüre, weicht harte Geschwüre an den Lippen auf, heilt Furunkel und nässende Wunden.» In diesem Sinne wird der Honig auch bei Abszessen und Furunkeln eingesetzt.
Blütenpollen geballte Energie auf kleinstem Raum

Wer hat nicht schon eine Biene beobachtet, wie sie von Blume zu Blume fliegt, dabei Pollen einsammelt und diese als Höschen, die an den beiden Beinen kleben, nach Hause trägt. Wenn die ersten Blüten in der Natur ihre Kelche öffnen, dann beginnt im Bienenstock ein geschäftiges Treiben. Die Arbeiterbienen schwärmen aus, um Blütenpollen für ihre zahlreichen Nachkommen einzusammeln. Damit werden die Larven aufgezogen, aus denen später die jungen Bienen schlüpfen. Ferner wird der Pollen als Aufbaustoff der Drüsensekretion gebraucht, um den Weiselfuttersaft (Gelee royale) und Fermente zu erzeugen. Im Pollen ist alles enthalten, was der Bienenorganismus und auch der Mensch zum Leben braucht. Dank der «Biene Maja» ist jedem Kind bekannt, dass Pollen den Bienen als Nahrung dienen. Es sind kleine männliche Keimzellen, die die Blüten bilden, um das Werden ihrer Früchte zu ermöglichen. Im Reifezustand der Blüte entweicht der Pollen als feiner Staub in verschiedener Färbung aus den Pollenbeuteln und bleibt, durch den Wind oder die Biene transportiert, an den Narben der Blüten hängen. Die von den Narben abgesonderte klebrige Substanz hält die Pollenkömer fest, und so können sie auf diesem günstigen Nährboden aufkeimen. Das Pollenkorn ist also eine lebende Samenzelle, die alle erforderlichen Bestandteile für die Entstehung und Befruchtung der Pflanze enthält. Es ist erwiesen, dass die Bienen rund 80% der Blüten in der Natur bestäuben, die auf lnsektenbesuch angewiesen sind. Die weiblichen Hautflügler (Hymenoptera) tragen bei ihrer Sammeltätigkeit den Pollen von einer jungen männlichen zu einer alten weiblichen Blüte und sorgen so für die Bestäubung. Beim Besuch einer Blüte füllt sich der Haarpelz der Biene am hintersten Beinpaar mit Blütenstaub. Bei der nächsten besuchten Blüte streift sie diesen auf dem Stempel wieder ab, was die Befruchtung gewährleistet. Einen Teil dieses Pollens kann die Biene jedoch heim in den Stock nehmen, wo sie ihn der Brut verfüttert. Ohne diese Botendienste könnten sich viele Blumen nicht fortpflanzen, und ohne Nektar und Pollen der Blüten hätten die Bienen keine Nahrung; es ist also für beide ein ständiges Nehmen und Geben.
Bei diesem Austausch sind die Bienen trachtenrein» (blütenstetig), d. h. sie gehen nur an gleiche Blütenarten. Wenn einer Biene die Nektar- und Pollenkost behagt, so sucht sie unter Tausenden von anderen Blumen immer wieder denselben Typ auf. Es soll ja auch unter uns Leute geben, die ihre Biermarke nur ungern wechseln. Für die Blütenpflanzen ist dies natürlich ein Vorteil, denn so können sie ihre Bestäubung mit geringstem Verlust an Pollenstaub sicherstellen. Jeder Staubbeutel einer Blüte enthält etwa 6 Mio. Pollen. Das sind mikroskopisch kleine Körnchen von 40 bis 80 Tausendstel-Millimeter Durchmesser, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. Der Name Pollen ist ein Lehnwort aus dem Lateinischen und bedeutet «Staubmehl». Die Biene bringt bei ihrem Ausflug etwa 15 mg Pollen in den Bienenstock. Die Jahresleistung eines Volkes liegt zwischen 30 und 60 kg.
Untersuchungen haben ergeben, dass jede Pflanzenart ihren unverwechselbaren eigenen Pollen bildet, der sich nicht nur in Form und Farbe, sondern vor allem auch in der Zusammensetzung von allen anderen unterscheidet. Besonders guter Pollen wird von Weiden, Obstblüten, Kastanien, Klee und Heide gewonnen. Weniger guter Pollen kommt von Laubbäumen wie Hasel, Buche, Eiche oder Ahorn; auch Löwenzahnpollen ist weniger ergiebig. Nicht zu empfehlen ist der Pollen von allen Nadelbäumen, da er so gut wie keine Aufbaustoffe enthält. Pollen aus Bergregionen erweisen sich als besonders reichhaltig und wertvoller als jene von Wiesen mit einseitiger Flora.
Gerade die Zusammensetzung aus verschiedenen Pflanzenarten garantiert ein breites Wirkungsspektrum. Im Bienenstock wird der Pollen geerntet, indem der Imker unter dem Bienenkasten eine so genannte Pollenfalle, ein Maschengitter, befestigt, an dem die Bienen beim Durchlauf etwa 10% des gesammelten Pollens abstreifen. 90% der eingesammelten Pollen können die Bienen selbst für ihre eigene Ernährung verwenden. Der geerntete Frischpollen wird täglich aus der kleinen Schublade entnommen und schonend bei 30°C getrocknet. Jedes Pollenkörnchen enthält ein Konzentrat hochaktiver, biologischer Stoffe - es ist wirklich erstaunlich, was die Natur mit den Pollen anzubieten hat. Man hat darin über 20 Aminosäuren nachgewiesen, das sind Bausteine der Eiweissstoffe, die der Körper nicht selbst aufbauen kann, man muss sie ihm durch die Nahrung zuführen: Alanin, Anginin, Asparaginsäure, Kystin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Hydroxyprolin, Leucin, lsoleucin, Lysin, Methionin, Phenalalanin, Tryptophan, Prolin, Serin, Threonin, Valin und eine eher seltene a-Aminobuttersäure. Es handelt sich hierbei um verschiedene Kofaktoren und Enzymaktivatoren, die im menschlichen Stoffwechselgeschehen eine Schlüsselstellung einnehmen. Des weiteren sind im Pollen auch wertvolle Mineralien und Vitamine enthalten. Kalium, Magnesium, Kalzium, Kupfer, Eisen, Schwefel, Phosphor, Silizium und Mangan, Vitamin A, D, E, B 1, B2, Niacin, Pantothensäure, Folsäure, Vitamin B6, B , 2, H, C und P. Russische Forscher entdeckten im Blütenpollen eine hohe Konzentration von Rutin, einer pflanzlichen Substanz, der ein «verjüngender» Effekt auf die menschlichen Adern zugeschrieben wird. Funktioniert der Durchfluss der feinsten Bluthaargefäße (Kapillaren) nicht einwandfrei, können schwere Störungen der Gesundheit die Folge sein. Vor allem die mangelhafte Sauerstoffversorgung im Bereich der Herzkranzgef'ässe kann zum gefürchteten Herzinfarkt führen. Erhebliche Gefahr besteht auch, wenn es im Bereich der sogenannten Blut-Hirn-Schranke zur mangelhafter Sauerstoffversorgung kommt. Dann droht drastischer Leistungsabfall, schlimmstenfalls der Hirnschlag. Nach Bienenforscher Petrowitsch Joirisch «reicht das in einem einzigen Gramm Pollen enthaltene Rutin für mehrere Menschen als Tagesdosis zur Vorbeugung gegen diese Erkrankung am Herzen und im Gehirn aus». (Apikomplex oder Apikomplex Tabletten)
Pollenkörner sind allerdings schwer assimilierbar. Der Magensaft des Menschen ist oft nicht fähig, die Aussenhaut des Pollenkorns aufzulösen. Joirisch hat deshalb folgende Aufbereitungsmethode entwickelt: «Die Pollenkömer müssen zu Pulver zerrieben und etwa 2 Stunden in destilliertes Wasser gegeben werden, welches man mehrmals durchschüttelt. Die entstandene Lösung wird filtriert. Etwas Ascorbinsäure (Vitamin C) hinzufügen und 1 bis 2 Stunden vor dem Essen einnehmen.» Der Pollen in den Binex-Produkten ist optimal für den Verzehr aufbereitet. Blütenpollen sind ein vorzüglicher Vitalizer, besonders für Stressgeplagte, um sich in Schwung zu halten. Sie sind empfehlenswert sowohl für Sportler wie auch für schulmüde Kinder, ferner in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und in der Rekonvaleszenz. Die Einnahme des Pollens bewirkt eine Verbesserung des Allgemeinbefindens, wirkt gegen Ermüdungszustände, reguliert die Verdauung sowohl bei Durchfall wie bei Verstopfung, verhindert Gedächtnisschwäche, vorzeitiges Altern und nervöse Störungen. Pollen helfen bei Wetterfühligkeit, nervösen Herz- und Kreislaufbeschwerden, bei gestörter Gehirndurchblutung, und sie fördern die körpereigene Abwehrkraft. Mit dem Blütenstaub kann eine gewisse Desensibilisierung bei Heuschnupfen erzielt werden, wenn die Kur schon rechtzeitig im Herbst oder Winter begonnen wird.
Nicht zuletzt entgiftet eine Pollenkur die Leber, insbesondere nach der Einnahme von chemischen Medikamenten, ferner bewirkt sie einen Anstieg der Erythrozytenwerte der roten Blutkörperchen bei Blutarmut, senkt die Cholesterinwerte im Blut und leistet gute Dienste bei Prostata - Erkrankungen wie auch zu deren Vorbeugung von Prostataleiden.
Nach Prof. Seeger sind Blütenpollen imstande, die Zellstoffentgleisungen bei Krebserkrankung und bei Strahlenschäden zu normalisieren. Nach Caillas machen Pollen Appetit, heben die Stimmung, erleichtern die geistige Arbeit, fördern das Wachstum, verbessern die Sehkraft, wirken gegen Haarausfall und sind in diesem Sinne eine hochwertige Grundnahrung. Blütenpollen führen unserem Körper Aufbaustoffe zu, die unsere Nahrungsmittel nicht mehr in genügendem Mass enthalten. Dadurch werden der biologische Stoffwechsel gefördert und die körpereigene Abwehr gestärkt.
Bienenbrot (Apikomplex)
Unter Bienenbrot versteht man die von den Bienen aufbereiteten und fermentierten Pollen. Der frisch gesammelte Blütenpollen wird im Stock in den dunkelfarbigen Brutwaben gelagert. In dieser Form findet man die Einlagerung am Rande der Brutwaben. Die Sammelbienen bringen ihre von den Blüten abgestreiften Pollenkörner als Höschen direkt in die Wabenzellen und pressen diese mit ihrem Körper zu einer konzentrierten Masse zusammen. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Wabenzellen zu 1/3 gefüllt sind. Während dieser Einlagerung wird der Pollen mit kleinen Mengen von Honig, Bienenwachs, Propolis sowie Hefe, Milchsäurebakterien und Enzymen versetzt, womit der Blütenstaub einer milchsauren Gärung ausgesetzt wird. Dadurch wird der Pollen auf biologische Weise aufgewertet. Die widerstandsfähige Schutzschicht wird «aufgebrochen» und die Polleninhaltsstoffe werden aufgeschlossen. Durch diesen Prozess, den man Silisierung nennt, kann der Blütenpollen, der zu Bienenbrot verarbeitet wurde, 100%ig vom menschlichen Körper aufgenommen und verwertet werden, wogegen der gewöhnliche Pollen selbst nur 10 bis 20%ig ausgenutzt wird. Schon an seinem köstlich erfrischenden, aromatischen Duft und der intensiv dunklen Farbe ist die hohe Qualität ablesbar. Bienenbrot, das man auch Wabenpollen nennt, besitzt eine hohe enzymatische und biologische Aktivität, wird vom Körper rasch aufgenommen und vollständig verwertet. Es enthält all die wertvollen Bestandteile des Blütenpollens, die zusätzlich unter Milchsäuregärung vorbereitet und aufgeschlossen sind. Als natürliche, vollwertige Arznei fördert es den Aufbau der Muskeln, stärkt das Knochen- und Knorpelgewebe, kräftigt das Herz, verbessert die Bluteigenschaft, entschlackt die Gefässe und das Bindegewebe, verbessert die Durchblutungsverhältnisse, beseitigt arteriosklerotische Veränderungen, entgiftet die Leber, normalisiert die Verdauung, unterstützt den Stoffwechsel, beseitigt Fehl- und Mangelzustände, stärkt die Widerstandskraft, kräftigt Haar, Nägel und Haut, tonisiert das Nervensystem, lindert Spannungszustände, verbessert den Schlaf, steigert die Sehkraft, beseitigt Müdigkeit, gibt Energie und Frische, verhilft zu besserem Denkvermögen und Gedächtnis, begünstigt die Drüsentätigkeit, verhindert Prostataleiden, hilft bei Wechseljahrbeschwerden, sorgt für eine gute Schwangerschaft und Stillzeit, schützt vor Krankheiten und verbessert das Allgemeinbefinden. Im Vergleich zu Blütenpollen ist die Bienenbrotkur in gleichem Sinne der Heilanzeige durchzuführen, jedoch zeigen sich bessere Eigenschaften in der Aufnahmefähigkeit und in der Wirksamkeit. Dreimal täglich wird etwa eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten ein Teelöffel voll Bienenbrot im Munde zerkaut und geschluckt. Bienenbrot ist in der Tat ein Lebenselixier, zu dem die Bienen das richtige Rezept haben - ein Segen für die Gesundheit. In Russland hat man festgestellt, dass es unter den Imkern, die täglich Bienenbrot essen, sehr viele Hundertjährige gibt.
Gelee Royale (Weiselfuttersaft)
Ausser Honig, Pollen und Bienenbrot gibt es noch andere Erzeugnisse der Bienen, die die Gesundheit des Menschen verbessern können, z. B. der königliche Futtersaft, den man Weiselfuttersaft oder Gelee royale nennt. Dieses Naturprodukt wurde vor ca. 25-30 Jahren durch eine sich überschlagende Propaganda als wahres Wundermittel in den Himmel gehoben. Diesem Rummel standen damals viele kritisch gegenüber, und es drängt sich eine sachliche Beurteilung auf. Das große Geschäft ist vorüber, was aber ist geblieben? Nehmen wir also den königlichen Futtersaft unter die Lupe: Es handelt sich um jenen Saft, den die Bienen zwischen ihrem 6. und 10. Lebenstag aus den Futtersaftdrüsen im Kopf ausscheiden. Dieser ist vergleichbar mit der Muttermilch der Bienenlarven und besitzt so hohe Vitalwirkung, dass innerhalb von 3 Tagen eine Bienenlarve zu einer Königin werden kann. Und später, nach dem Hochzeitsflug der Königin, ermöglicht ihr dieser Weiselsaft, dass sie pro Tag bis zu 3000 Eier legen kann. Ein Hofstaat mit ständig wechselnden Pflegebienen ist dauernd damit beschäftigt, alle 4 bis 10 Minuten der Königin Gelee royale zu verfüttern. Es besteht kein Zweifel, dass die Königin nicht von sich aus zu solchen Rekordleistungen des Eierlegens imstande wäre, hätte sie nicht ein Mittel, welches ihr königliche Kräfte vermitteln würde. Jahrelang haben die Wissenschaftler nach dem Kräftigungsmittel geforscht, das die Bienenmutter mit majestätischer Vitalität ausstattet. Es entpuppte sich als Gelee royale, dessen Zusammensetzung heute weitgehend bekannt ist: Vitamin B1 (Thiamin), B2-Komplex (Riboflavin, Niacin, Pantothensäure), Folsäure, B6 (Biotin), ferner Inosit, 30 Aminosäuren, Mineralien wie Eisen, Kalium, Natrium, Mangan und Nickel, Sterole und Horrnone. Der Imker entnimmt den Bienen den Weiselfuttersaft mit einem kleinen Trick. Er täuscht ihnen eine Weiselzelle vor und extrahiert dann den Futtersaft aus den Zellen. So gelangt er auch in den Handel.Gelee royale hilft nicht nur den Kranken, sondern auch den Gesunden, indem er ihnen Lebenskraft, Dynamik und Wohlbefinden erhält.
Besonders hilft der königliche Futtersaft bei Nervenschwäche, Stress, Gedächtnisstörungen, verminderter Widerstandskraft bei Arteriosklerose, Alterserscheinungen, Gewebeschwund, Drüsenstörungen, Hautkrankheiten, Sterilität der Männer, Unfruchtbarkeit der Frauen, bei verminderter Leistungsfähigkeit, bei Altersflecken, Wachstumsstörungen der Kinder und bei Menstruationsstörungen. Ein besonders erfolgreiches Hilfsmittel ist Gelee royale bei den Wechseljahrbeschwerden der Frau. Oft kann durch diesen Naturstoff auf technische Hormone in Form von Pillen, Injektionen oder Pflaster verzichtet werden.Gelee royale kann kurmässig in Honig eingenommen werden. Hierzu löst man 6 bis lO g Weiselfuttersaft-Konzentrat in einem Kilo Honig auf und nimmt jeden Morgen nüchtern 1 Teelöffel davon ein, während man die Masse langsam im Munde zergehen lässt. Das Honiggemisch wird kühl gelagert. Die Kur kann 3 Wochen oder auch länger dauern. (Gelee royale Ampullen, Gelee royale Kapseln)
Propolis, ein natürliches Antibiotikum
Eigentlich müsste es im Bienenstock nur so wimmeln von Bakterien und Viren, die die Bienen von den verschiedensten Ausflügen in der Natur mit den eingesammelten Pollen heimtragen. Es müsste gären, Pilz müsste sich bilden oder ein ranziger Geruch entfalten. Doch keine Spur davon! Der Bienenstaat besitzt nämlich eine wachsähnliche Desinfektionsrnasse, die sogenannte Propolis oder das Kittharz. Dieser Stoff schützt den Stock, damit die auf engstem Raum bis zu 50000 zusammenlebenden Einzeltiere vor eingeschleppten Krankheitserregern verschont bleiben. Diese besondere Sterilität des Bienenstaates erklärt, warum selbst der Honig und das Bienenbrot nicht in Gärung übergehen und verderben. Den Rohstoff für Propolis holen sich die Bienen bei warmem Wetter von Pappel-, Weisstannen-, Lärchen-, Fichten-, Eichen-, Rosskastanien-, Buchen- und Kirschbaumknospen. Der Harzleimstoff aus den Knospen wird mit verschiedenen Drüsensekreten (Enzymen) vermischt und schließlich als Kittharz dort angebracht, wo eine besondere Isolation für notwendig erachtet wird, zwischen den Brettern des Bienenstocks und als Fußmatte am Eingang, so dass alle Bienen auf dem Wege in den Bienenstock durch eine sterilisierende Zone gehen müssen. Die Propolis hat also 2 Aufgaben: Sie dichtet den Stock ab und schützt das Bienenvolk und seine Produktion vor Bakterien und Viren. Damit wird nicht nur Fäulnis verhindert, sondern auch das Auskeimen von Pflanzensamen, die von den Bienen eingeschleppt werden. Die Bienen machen mit Propolis den Stock winterfest, dichten Risse ab, reparieren Schäden an den Waben und verkleinern damit das Flugloch. Dieser klebrige Stoff, den die Bäume zum Schutz gegen Verletzungen absondern, ist für die Bienen das wichtigste Hygienemittel irn Stock. Selbst wenn Fremdlinge wie Schlangen, Insekten, Mäuse usw. in den Bienenstock eindringen, um Honig zu stehlen, werden sie mit dem giftigen Stachel der Bienen getötet und anschliessend mit Propolis einbalsamiert. Diese mit Kittharz eingehüllten Mumien sind dann unverwesbar. Hinter dem griechischen Wort «Propolis» versteckt sich die Bezeichnung «Wächter vor der Stadt», womit zum Ausdruck gebracht wird, dass Propolis die Bienenkommune vor feindlichen Eindringlingen schützt. In der Tat verhindert die harzige Substanz, dass Krankheiten durch Viren und Bakterien in den Stock eindringen können. Infektionen haben nämlich bei einem Bienenvolk verheerende Wirkungen, mit Propolis aber sind die Flugtiere davor bestens geschützt.Medizin aus dem Tierreich
Wir wissen, dass die Gattung der Honigbienen schon mindestens seit mindestens 70 Millionen Jahren existiert. (Der Mensch seit 1,5 Millionen Jahren) In dieser grossen Zeitspanne hat aber die Biene keine wesentlichen Veränderungen erfahren, während doch alle anderen Lebewesen sich in ihrer Entwicklung bedeutend verändert haben. Diese Erkenntnis führte zu zahlreichen Untersuchungen, welche die Ursache zu ergründen versuchten.
Der französische Forscher Remy Chauvin begann in den Jahren 1965/66 eine umfassende Versuchsreihe mit Bakterien, die als lnsektenbakterien bekannt sind. Als er registrieren wollte, welche Bakterien auf den Bienen leben, staunte er sehr. Die Nahrungsflüssigkeiten, die die gefundenen Viren und Bakterien ver- mehren sollten, zeigten überhaupt keine Reaktion. Die Versuche wurden wiederholt, und man musste sich damit abfinden, dass die Bienen unter den Insekten eine Sonderstellung einnehmen: Auf ihnen leben weder Bakterien noch Viren.
Das Interesse stieg, als weitere Versuche durchgeführt wurden, um zu ergründen, warum Bienen weder von Viren noch von Bakterien befallen werden. Es zeigte sich deutlich, dass Bienen ein Antibiotikum ausscheiden, das sie widerstandsfähig gegen jeden Viren- und Bakterienangriff macht. Die Tatsache, dass gleichzeitig andere Wissenschaftler in allen Erdteilen nach neuen Formen von Antibiotika suchten, die das Penicillin und die Sulfarnide ablösen konnten, war mitschuldig, dass die Spannung in den Pariser Laboratorien stieg.
Natürliches Antibiotikum
Das Sonderbare nämlich, dass die Antistoffe der Bienen hundertprozentig auf alle Bakterien wirken, gab der Entdeckung einen noch grösseren Wert. Die bisher angewandten Formen von Antibiotika lassen nämlich diese einzigartige Fähigkeit vermissen, weshalb Bakterien und Virenstämme mit der Zeit gegen Antibiotika resistent werden und in vielen Fällen nach kurzer Zeit überhaupt keine Wirkung mehr zeigen. In ihrer Forschungsarbeit stellten die Wissenschaftler fest, dass die Honigbiene über sieben verschiedene Formen von Antibiotika verfügt, die in der Propolis enthalten sind. 55% Harze, 30% Wachs, 10% ätherische Öle und 5% Pollen, ferner Flavone, Betulen, Vanilin, lsovanilin, Zimtsäure, Zimtalkohol, Sorbinsäure, Quercetin, Kaffeesäure, Myristinsäure, Vitamin E, H, D und B-Komplexe, Zink Vanadin, Eisen, Kupfer und verschiedene Enzyme. Schon früh haben die Menschen die besondere therapeutische Wirksamkeit dieses natürlichen Stoffes erkannt. Man staunt zu erfahren, dass schon die alten Assyrer Propolis verwendeten, um Wunden zu heilen. Die alten Ägypter brauchten sie für die Einbalsamierung ihrer Toten. Herodot berichtet 400 vor unserer Zeitrechnung über den Gebrauch in der griechischen Antike bei Abszessen und Verletzungen. Dioskurides dagegen empfahl sie bei Husten und Erkältungskrankheiten. lrn Koran sowie in persischen Handschriften des 6.Jahrhunderts findet man das Bienenkittharz für die Behandlung von Ekzemen, Bronchialkatarrh und Muskelschmerzen. Aufgrund eingehender Forschungen weiss man, dass Propolis desinfizierende, antimykotische, entzündungshemmende, schmerzstillende und abwehrkräftigende Eigenschaften besitzt.
In Osteuropa, speziell in Rumänien, ist es schon seit Menschengedenken eines der populärsten Volksheilmittel, dessen Anwendung von den Ärzten unterstützt und gefördert wird. So kommen die rumänischen Bauern aus allen Teilen des Landes nach Bukarest, um auf dem Markt Rohpropolis, den sie aus dem Bienenstock geschabt haben, anzubieten. Welch hohen Stellenwert die Apitherapie in Rumänien hat, beweist die Tatsache, dass in Bukarest vor rund 25 Jahren eine Spezialklinik für Apitherapie gegründet worden ist. 17 Spezialisten der verschiedensten Fachrichtungen behandeln hier die Patienten ausschliesslich mit Bienenprodukten. Die Erfolge sprechen für sich. Täglich suchen 40 bis 50 Patienten medizinischen Rat in der Apiklinik. Dr. Trajan Olaro, Internist an der Klinik, berichtet: «Wir erleben es sehr oft, dass Patienten zu uns kommen, die jahrelang erfolglos mit herkömmlichen Medikamenten behandelt wurden. Ihre chronischen Magenschleimhautentzündungen, Asthmaanfälle, Prostata-Erkrankungen oder Vitalitätsstörungen wurden jedoch nicht gebessert. In vielen Fällen begannen wir eine Langzeittherapie mit Propolis. In 80 bis 90% der Fälle waren die Patienten nach 6 bis 8 Wochen schon beschwerdefrei.» Diese erstaunlichen Ergebnisse kommentiert Arnic W. Mihailescu: «Wir sind im Laufe unserer langjährigen Erfahrung zur Überzeugung gelangt, dass Propolis mit ihrer antibiotika-ähnlichen Eigenschaft auf natürliche Weise die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten steigert, ähnlich wie lnterferon, daher auch das breite Anwendungsgebiet.»
Propolis ist in Form von Tropfen, Salben oder Kaumasse zu empfehlen bei Akne, Ischias, Magenschleimhautentzündung, zur Stärkung des lmmunsystems, bei Arthritis, Hühneraugen, Arthrose, Aphthen, Soor, Zahnfleischentzündung, Mandelentzündung, Schuppenflechte, Hämorrhoiden, Prostatitis, Eierstockentzündung, Gebärmutterentzündung, Ausfluss, Scheidenentzündung, Trichomonaden, Halsentzündung, Eiterprozessen, Erkältung, Asthma, Grippe, Husten, Kehlkopfkatarrh, Tennisarm, Sehnenscheidenentzündung, Schleimbeutelentzündung. Dank dem hohen Gehalt an natürlichen Wirkstoffen, die von den Pflanzen durch die Bienen eingesammelt werden, sind die therapeutischen Anwendungsformen sehr ausgedehnt. Ganz im Vordergrund steht der antibiotische Effekt. Zahlreiche Versuche mit dieser Substanz haben ergeben, dass viele schädliche Mikroorganismen (bestimmte Bakterien, Pilze) durch Propolis abgetötet werden. Dies gilt zum Teil auch für Viren z. B. bei Herpes. Darüber hinaus scheint es die körpereigene Abwehrkraft zu stärken. Die desinfizierende Wirkung ist so hoch einzuschätzen, weil es bei der Anwendung zu keinerlei Nebenwirkungen kommt, ganz im Gegensatz zur Zerstörung der physiologisch notwendigen Darrnflora bei Einsatz von Antibiotika. Nebenbei machte der russische Biologe lsintin folgende Feststellung: Imker, die täglich Propolis kauen, erreichen ein ungewöhnlich hohes Alter und sind gegen Abnützungskrankheiten gefeit. Dies deutet auf eine tonisierende und geriatrische Wirkung des Bienenkittharzes hin
Bienengift schützt vor Rheuma
Richtig besehen, ist das Bienenvolk für die Gesundheit des Menschen ein wahres Therapiezentrum. Was wird da nicht alles von arbeitsamen, geflügelten Wesen produziert, umgewandelt und gespeichert, um uns Erdbürgern das Leben zu versüßen und die verschiedenartigsten Beschwerden zu lindern. Eigentlich könnte man den Bienenstaat als bestorganisierte Naturheilklinik bezeichnen, und jede Arbeitsbiene entpuppt sich dabei als Spezialistin für natürliche Arzneien. Mitunter kennen wir eine beachtliche Zahl von natürlichen Medikamenten aus dem «Laboratorium Bienenstock». Wen wundert's, dass selbst das Bienengift einen hohen therapeutischen Wert besitzt.Wohltuender Stich
Sicher ist jeder schon einmal von einer Biene gestochen worden und kennt diesen Schmerz. Doch für uns Menschen liegen Freud und Leid des Bienengiftes nahe beieinander. Die Naturmedizin hat nämlich den aus dem Bienenstachel fließenden Saft in den Dienst der Gesundheit gestellt, treu dem Grundsatz des Paracelsus, dass erst die Dosis das Gift ausmacht. Richtig eingesetzt besitzen wir mit dem Bienengift eine wirksame natürliche Arznei bei verschiedenartigsten Rheumaerkrankungen. Am Hinterteil der Biene befindet sich der Stachel, die Verteidigungswaffe der Biene. Das Gift besteht aus Melittin, ein Polypeptid, ferner aus Apamin, Enzymen und Histamin. Das Gifttröpfchen der Biene wiegt 0,1 bis 0,35 mg. Lässt man es eintrocknen, bleibt 0,1 mg Trockengift übrig. Schon die alten Ägypter wußten um die heilende Wirkung dieses Stoffes. Der Bienenstich führt zu einer deutlich gesteigerten Durchblutung des entsprechenden Körperteils und mobilisiert den Gewebestoffwechsel. Nach Abklingen des Schmerzes kommt es auf dem Blutweg zu einer Stimulation der Hirnanhangdrüse, wodurch bestimmte Hormone für den Heilungsprozess freigesetzt werden. In diesem Sinne regt das Bienengift die Produktion des körpereigenen Cortisons an. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur schulmedizinischen Cortisonbehandlung, wo dieses Hormon in hoher Dosis injiziert oder verabreicht wird und zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten kann das Bienengift vielseitig wirken: Auf die Gewebedurchblutung, ferner entzündungshemmend und abschwellend bei rheumatischen Prozessen, insbesondere bei Muskelrheuma, Weichteilrheuma, Arthritis, Arthrose, Ischias und Neuralgien. Der Arzt Terc empfiehlt die Bienenstichkur in der Behandlung von Rheuma, Gicht, Arthritis, wo andere Methoden keinen Erfolg brachten. Die Erfolge sind überraschend. Kranke, die schon alles versucht hatten, konnten durch die Bienenstichkur vollständig geheilt werden. Freilich gehört viel Heroismus und Opfermut von seiten des Patienten und auch des Arztes dazu, denn schwere, hartnäckige Fälle haben oft während der Kur schlimme Reaktionen. Es ist dem Laien deshalb wegen der auftretenden Zwischenfälle von der Selbstbehandlung dringend abzuraten. Die Kur gehört in die Hand eines erfahrenen Naturheilarztes. Mitunter gibt es bereits erweiterte Bienengiftmethoden, wo das Gift durch Injektion verabreicht wird.
Auch in der Homöopathie verwendet man das Bienengift. «Apisinum» nennen es die Homöopathen. Sie setzen es in der Therapie nach der Lehre ihres Begründers, Samuel Hahnemann, in potenzierter Form ein, getreu dem Grundsatz «similia similibus curantur», d.h. «Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt». Der Bienenstich brennt, führt zu Schwellung und Rötung. So wirkt Apisinum homöopathisch angewendet gegen Schmerzen, die brennen, stechen, zu Rötungen und Schwellungen führen. Es wird aus der Giftdrüse der Bienen gewonnen, indem man das Insekt auf eine Unterlage stechen lässt, bei der das Gift aufgefangen wird.
Bienenwachs
Auf das Bienenwachs, das in der kosmetischen Industrie- und für die Herstellung von Kerzen verwendet wird, gegen wir auf unseren Internetseiten nicht weiter ein.