Propolis
Propolis wird vom Imker auch Kittharz genannt. Der Name Propolis kommt aus dem Griechischen und bedeutet: "Vor der Stadt" Gemeint ist damit die Stadtmauer, die in früheren Zeiten die Städte vor feindlichen Angriffen geschützt hat. Propolis schützt die Bienen, bzw. den Bienenstock oder auch den menschlichen Körper vor Angriffen durch Bakterien, Viren oder schädlichen Pilzen.
Propolis besteht zu 50-59% aus Harzen, (welches die Bienen an div. Laub- und Nadelbäumen sammeln. Besonders an Pappeln, Birken, Erlen, Weiden, Eschen, Roßkastanie, Ulmen, Ahorn, Buchen, Eichen, Kirschen, Pflaumen und Koniferen.) 5-30% Bienenwachs, ca. 10% ätherischen Ölen, 8-10% Pollen, Vitaminen, Spurenelementen wie Ca, K, Na, Mg, Fe, Al, P, Va, Co, So, Ni, Zn u.a. Entsprechend seiner unterschiedlichen Herkunft und Weiterverarbeitung durch die Bienen unterliegt die Zusammensetzung großen Schwankungen.

Antimikrobielle, keimhemmende Wirkung
gegen Bakterien, Viren und Pilze
Regenerative Wirkung
bei Wundheilung, Geweberegeneration nach Verbrennungen, bei Ekzemen, Neurodermitis, in der Chirurgie zumeist als Wundpflaster mit zusätlichem Klebeeffekt
Spasmolytische Wirkung der Flavonen
die eine Papaverin-artige, entkrampfende (spasmolytische) Wirkung auf verschiedene Organe besitzen
Betäubende Wirkung
0,25%ige alkoholische Lösung von Propolis ist 3-4mal wirksamer Kokain und Novokain in analoger Dosierung. Bei der Oberflächen und Lokalanästhesie werden in der Zahnheilkunde Lösungen und eine Art Zahnpasta verwendet, sowie vom Hals-Nasen-Ohrenarzt Ohrentropfen bei Oitis
Antithrombogene Wirkung
bei Zusammenballung (Aggregation) von roten Blutkörperchen in Blutkapillaren Verhinderung und Beseitiung derselben mit Wiederherstellung der Mikrozirkulation des Blutes
Entzündungshemmende Wirkung
bei Gicht, Rheuma, mykotischen Prozessen
Wirksamkeitssteigernd bei Antibiotika
z.B. Biomycin, Terramycin, Neomycin, Penicillin, Streptomycin u.a. Unter der Gabe von Propolis steigt die antimikrobielle der Antibiotika um den Faktor 10-100
"Antiradiologische" Wirkung
von Propolis-Salbe, die auf die zu bestrahlende Stelle aufgetragen wird. Die Salbe schützt in der Mehrzahl der Fälle vor Entstehung von spezifischen Reaktionen (Bestrahlungsschäden) der Haut
Ferner wird Propolis erfolgreich eingesetzt bei Erkältungen, Grippe, Bronchialasthma bei Kindern, Entzündungen der Munschleimhäute, des Zahnfleisches, Lungenentzündung, Stirnhöhlenvereiterung, Schwerhörigkeit, Schilddrüsenleiden, chronischer und akuter Darmentzündung, Typhus, Soor und Wundsein bei Säuglingen, Entzündungen der Scheide und des Gebärmutterhalses, Furunkulose, Akne, Grind, Hühneraugen, Fußpilz, Haarausfall, Erfrierungen.
Auch in der Veterinärmedizin gibt es zahlreiche Anwendungen der Propolis.
Übrigens, Stradivari die vom ihm gebauten Geigen mit Propolis behandelt. Er hat das getan um einerseits die Geigen vor dem Verfall zu beschützen, andererseits hat Propolis seinen Geigen die unübertroffene Klangschönheit verliehen.