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Honig & Co.
Honig

Aus dem Lexikon der Bienenkunde:
Honig ist laut deutscher Verordnung vom 21.3.1930 "der süße Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie Nektariensäfte oder auch andere, an lebenden Pflanzenteilen sich vorfindende süße Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen." 

Die chemische Zusammensetzung schwankt von Honig zu Honig in weiten Grenzen. Sie hängt von der Herkunft des eingetragenen süßen Saftes (Blütenart, Honigtau), den Wachstumsbedingungen der Pflanzen, dem Nektarangebot und der Stärke der Bienenvölker (Intensität der Verarbeitung zu Honig) ab. 
Honig enthält 16-22% Wasser (bei Heidehonig ist etwas mehr erlaubt); 70-80% Kohlehydrate (Honigtauhonige 50-60%), davon 34-41% Frucktose, 28-35% Glukose,  5-10% Saccharose, 4-15% Maltose, außerdem in manchen Honigen kleinere Mengen Melezitose und Oligosacchariden; 7-16 freie Aminosäuren, z.B. Glycocoll, Alanin, Prolin, Phenylalanin, Glutaminsäure, Asparagin, Hystidin; mehrere Enzyme, wie Saccharase (Spaltung von Saccarose in Glukose und Fruktose), Amylase (Spaltung von Dextrinenin Maltose und Glukose), Glukoseoxidase (Umwandlung von Glukose über Glukonolakton zu Glukonsäure unter Bildung von Wasserstoffperoxid). 
Weitere Enzyme bewirken den teilweisen Umbau von Glukose zu Fruktose oder den Umbau von Oligosacchariden aus Saccharose. Die Enzyme sind licht- und wärmeempfindlich; 0,06-5 mg/kg Honig. Acetylcolin (Glykutilfaktor); geringe Mengen Cholin; organische Säuren, hauptsächlich Clukonsäure; 0,1-0,3% Asche, (Honigtauhonig enthält bis zu 1%. Davon 30-36% Kalium, 3-8% Calcium, 0,5-2% Magnesium, in kleinen Mengen Eisen, Mangan und Kupfer, 3-26% Phosphor, 1-21% Chlor, 0,5-4% Schwefel, 0,2-5% Silizium, der Vitamingehalt ist gering; an geformten Bestandteilen in erster Linie Pollenkörner in unterschiedlicher Menge, je nach beflogener Blütenart und Bestäubungsmechanismus, Wind, Pollenangebot insgesamt. 
Mit Hilfe der Pollenanalyse ist die botanische und geographische Herkunft des Honigs feststellbar; außerdem finden sich im Honig Hefen, Rußtaupilz, Algen, Wachspartikel u.a. 
Duft und Geschmack des Honigs werden von Aromastoffen bestimmt, die im wesentlichen aus dem Nektar stammen, aber auch mit Hilfe von Enzymen, die während des Reifeprozesses des Honigs aufgebaut werden. Aromastoffe werden aus vielen Komponenten gebildert, deren Zusammenspiel zu der Vielfalt der Honigdüfte und Geschmacksvarianten führt. 


Weitere Informationen zum Thema Honig finden Sie auf der Seite Bienenprodukte. Wer sich mit der chemischen Zusammensetzung nicht auseinandersetzen will, für den können die beiden folgenden Gedichte hilfreich sein. 





Jetzt in diesen kalten Zeiten
ist bei unsern alten Leuten
immer irgend etwas los.
Und der Arzt empfiehlt ganz groß
Honig für das Herz der Tante, 
für die Mutter, die sich brannte,
für den Opa, der so schwer 
leidet, denn er hustet sehr.
Und das ist bestimmt ganz richtig.
Honig ist tatsächlich wichtig.
Honig hilft für allerlei,
ist die beste Hausarznei.
Lunge, Herz, läßt sich kurieren
Magen, Leber, Galle, Nieren,
Mundausschlag und Heiserkeit,
schlechter Schlaft und Müdigkeit,
Nerven, Wunden aller Art,
selbst mit Eiter schon gepaart.
Auch für ungesundes Blut
Honig wahre Wunder tut.
Kaum ein Leiden, ein Organ
das nicht spräch auf Honig an...
Verse aus "Herold, Bienenjahr"
Wieviel ist ein Glas Honig wert?
(Gespräch mit einer Bienenkönigin)
"Erlauben Sie mir, ´nen Wunsch zu sagen.
Ich möchte ein Glas Honig haben.
Was kostet´s? Ich bin zu zahlen bereit.
Für Gutes ist mir mein Geld nicht leid"
"Sie wollen was Gutes für Ihr Geld?
Sie kriegen das Beste von der Welt!
Sie kaufen goldenen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein!
Beß`res als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis? Ich verrechne Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammenzukriegen.
Ja, meine Leute waren fleißig!
Die Stunde? Ich rechne zwei Mark dreißig.
Nun rechnen Sie sich´s selber aus!
27000 kommen raus.
27000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, ich bitte sehr!"
Josef Guggenmos
Bis hinein ins späte Mittelalter war Honig in Deutschland so teuer, dass sich das normale Volk keinen Honig leisten konnte. Der Honig war dem Adel oder anderen hohen Persönlichkeiten vorbehalten. 
 
 
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